Fast jedes Häkelstück beginnt mit einer Kette aus Luftmaschen (Abkürzung: Lm). Vorher brauchst du die Anfangsschlinge.
Die Anfangsschlinge
- Lege das Fadenende zu einer Schlaufe, sodass sich der Faden kreuzt.
- Stich mit der Häkelnadel durch die Schlaufe, hole den Arbeitsfaden (den Faden zum Knäuel) und ziehe ihn durch.
- Ziehe am Fadenende und am Arbeitsfaden, bis die Schlinge locker an der Nadel sitzt.
Diese Schlinge zählt nicht als Masche.
So hältst du Nadel und Faden
- Nadel: wie einen Stift (Stifthaltung) oder von oben (Messerhaltung). Beides ist richtig, nimm, was sich besser anfühlt.
- Faden: Lege den Arbeitsfaden über den linken Zeigefinger, um den kleinen Finger oder zwischen die Finger, bis du eine gleichmäßige Spannung spürst. Mit der linken Hand hältst du außerdem das Stück Kette direkt unter der Nadel fest.
Luftmasche häkeln
- Umschlag: Lege den Arbeitsfaden von hinten nach vorn über die Nadel.
- Durchziehen: Ziehe ihn mit der Nadel durch die Schlinge, die schon auf der Nadel liegt.
Das ist eine Luftmasche. Wiederhole das, bis die Kette so lang ist, wie du sie brauchst.
Typische Fehler
- Zu fest: Die Kette lässt sich kaum bearbeiten. Locker halten oder eine Nadelstärke größer wählen.
- Zu locker: Die Maschen sind groß und verschieden. Fadenspannung gleichmäßig halten.
- Falsch gezählt: Die Anfangsschlinge zählt nicht, die Schlinge auf der Nadel auch nicht. Zähle die „V“ der Kette.
Luftmaschen zählen
Betrachte die Kette von vorn: Jede Masche sieht aus wie ein kleines V. Zähle diese V, nicht die Schlinge auf der Nadel.
Wendeluftmasche
Am Anfang einer Reihe häkelst du Luftmaschen als Wendeluftmaschen: Sie bringen den Faden auf die Höhe der nächsten Reihe. Bei festen Maschen sind das 1 Lm, bei Stäbchen 3 Lm.
Übung: Häkle eine Kette aus 20 Luftmaschen. Zähle sie nach. Sind es nicht 20, auftrennen und noch einmal.
In der nächsten Lektion lernst du die feste Masche.
Zum Üben
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